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Was kann man gegen Maulwürfe im Rasen tun?

Es ist frustrierend, wenn ein gepflegter Rasen plötzlich von Maulwurfshügeln und Tunneln durchzogen ist. Wichtig ist jedoch: Maulwürfe dürfen nicht getötet werden. Mit den richtigen, zulässigen Maßnahmen lassen sie sich aber dauerhaft vertreiben.

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Wichtige Vorabinformation (rechtlich relevant)

Der Maulwurf steht in Deutschland unter Naturschutz.
Nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Maulwürfe zu töten oder ihnen zu schaden. Erlaubt sind ausschließlich vergrämende Maßnahmen, also Methoden, die den Maulwurf vertreiben.


Maßnahmen, um Maulwürfe zu vertreiben

1. Nahrungsquellen reduzieren

Maulwürfe werden vor allem durch ein reiches Nahrungsangebot angelockt. Dazu zählen:

  • Engerlinge

  • Maden

  • Larven

  • Regenwürmer

Empfehlung:
Die Kontrolle der Larvenpopulation ist eine der effektivsten Maßnahmen:

  • Einsatz von Nematoden oder Milchsporen zur biologischen Bekämpfung von Larven

  • Alternativ (bei starkem Befall): zugelassene Insektizide gegen Bodenschädlinge

Wenn die Nahrungsgrundlage fehlt, ziehen Maulwürfe meist von selbst weiter.


2. Gerüche nutzen, die Maulwürfe meiden

Maulwürfe reagieren empfindlich auf bestimmte Gerüche. Besonders unbeliebt sind:

  • Narzissen

  • Ringelblumen

  • Lauchgewächse (z. B. Zierlauch, Knoblauch)

Diese Pflanzen können gezielt als natürliche Barriere im Garten gesetzt werden. Alternativ eignen sie sich auch für Hochbeete, um empfindliche Wurzelbereiche zu schützen.


3. Lärm und Erschütterungen erzeugen

Maulwürfe mögen keine dauerhaften Störungen:

  • regelmäßiges Rasenmähen

  • Vertikutieren

  • Lüften

  • andere Gartenarbeiten mit Maschinen

Häufige Erschütterungen machen den Standort unattraktiv, sodass der Maulwurf weiterzieht.


Was lockt Maulwürfe besonders an?

1. Viele Insekten im Boden

Maulwürfe sind Insektenfresser. Sie ernähren sich hauptsächlich von:

  • Regenwürmern

  • Käfern

  • Maden und Larven

Ein einzelner Maulwurf kann täglich bis zu 100 % seines Körpergewichts an Insekten fressen. Wo viel Nahrung ist, wird intensiv gegraben.


2. Feuchte, kühle Böden

Maulwürfe sind nicht blind und nicht nachtaktiv, sondern den ganzen Tag über aktiv.
Sie bevorzugen:

  • kühle

  • feuchte

  • lockere Böden

Diese helfen ihnen, ihre Körpertemperatur zu regulieren und erleichtern das Graben.


3. Landschaftsstrukturen

Maulwurfsgänge verlaufen häufig entlang von:

  • Zäunen

  • Wegen

  • Hecken

  • Mauern oder Kanten

Auch unter Sträuchern und Bäumen graben sie gern, da sich dort viele Insekten im Wurzelbereich aufhalten.

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