Sollte organisch oder mineralisch gedüngt werden?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn organische und mineralische Dünger haben jeweils Vor- und Nachteile. Welche Variante besser geeignet ist, hängt vom Ziel, vom Zustand des Bodens und auch von den persönlichen Vorlieben ab. Für viele ist es inzwischen fast eine Glaubensfrage: Die einen setzen auf mineralische Dünger, die anderen auf organische.
Organische Düngung
Ein organischer Rasendünger wirkt nicht direkt, sondern über das Bodenleben. Mikroorganismen zersetzen den Dünger und machen die enthaltenen Nährstoffe für das Rasengras verfügbar. Wie viel davon tatsächlich bei der Pflanze ankommt, hängt von mehreren Faktoren ab:
Bodentemperatur
Feuchtigkeit
Sauerstoffversorgung
Aktivität der Bodenorganismen
Dadurch ist eine exakt berechnete Nährstoffversorgung schwieriger und die Wirkung zeigt sich meist erst nach einiger Zeit.
Vorteile:
sehr naturnah
fördert ein aktives Bodenleben
kaum Risiko von Überdüngung oder „Verbrennungen“
besonders gut für den Haus- und Privatgarten geeignet
Nachteile:
Wirkung setzt verzögert ein
Nährstofffreisetzung nicht exakt steuerbar
Mineralische Düngung
Mineralische Dünger werden entweder künstlich hergestellt oder aus natürlichen Rohstoffen (z. B. aus dem Bergbau) veredelt. Die enthaltenen Nährstoffe stehen dem Rasen direkt zur Verfügung.
Vorteile:
sehr präzise dosierbar
gezielte Düngung einzelner Nährstoffe möglich (z. B. Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalk)
schnelle Wirkung, meist nach 2–4 Tagen sichtbar
Nachteile:
bei falscher oder zu hoher Dosierung besteht die Gefahr von Rasenschäden („Verbrennungen“)
trägt nicht zur Förderung des Bodenlebens bei
