Suchen

Sollte organisch oder mineralisch gedüngt werden?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn organische und mineralische Dünger haben jeweils Vor- und Nachteile. Welche Variante besser geeignet ist, hängt vom Ziel, vom Zustand des Bodens und auch von den persönlichen Vorlieben ab. Für viele ist es inzwischen fast eine Glaubensfrage: Die einen setzen auf mineralische Dünger, die anderen auf organische.


Organische Düngung

Ein organischer Rasendünger wirkt nicht direkt, sondern über das Bodenleben. Mikroorganismen zersetzen den Dünger und machen die enthaltenen Nährstoffe für das Rasengras verfügbar. Wie viel davon tatsächlich bei der Pflanze ankommt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Bodentemperatur

  • Feuchtigkeit

  • Sauerstoffversorgung

  • Aktivität der Bodenorganismen

Dadurch ist eine exakt berechnete Nährstoffversorgung schwieriger und die Wirkung zeigt sich meist erst nach einiger Zeit.

Vorteile:

  • sehr naturnah

  • fördert ein aktives Bodenleben

  • kaum Risiko von Überdüngung oder „Verbrennungen“

  • besonders gut für den Haus- und Privatgarten geeignet

Nachteile:

  • Wirkung setzt verzögert ein

  • Nährstofffreisetzung nicht exakt steuerbar


Mineralische Düngung

Mineralische Dünger werden entweder künstlich hergestellt oder aus natürlichen Rohstoffen (z. B. aus dem Bergbau) veredelt. Die enthaltenen Nährstoffe stehen dem Rasen direkt zur Verfügung.

Vorteile:

  • sehr präzise dosierbar

  • gezielte Düngung einzelner Nährstoffe möglich (z. B. Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalk)

  • schnelle Wirkung, meist nach 2–4 Tagen sichtbar

Nachteile:

  • bei falscher oder zu hoher Dosierung besteht die Gefahr von Rasenschäden („Verbrennungen“)

  • trägt nicht zur Förderung des Bodenlebens bei

War dieser Artikel hilfreich?