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Wurzelfäule (Pythium-Fäule)

Die Wurzelfäule, auch bekannt als Pythium, wird häufig zunächst mit einem Trockenschaden verwechselt. Der Rasen wirkt dabei leicht bläulich-grau und schlaff. Sicher ist jedoch:
Pythium ist eine typische Stresskrankheit, die ausschließlich geschwächte Rasengräser befällt.

Treffen geschwächte Pflanzen auf ungünstige Witterungs- und Bodenbedingungen, kann sich die Krankheit sehr schnell großflächig im Rasen ausbreiten.


Befallsfördernde Faktoren

Folgende Bedingungen begünstigen das Auftreten von Wurzelfäule besonders stark:

– hohe Tagestemperaturen über 30 °C in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit
– Nachttemperaturen über 20 °C
– hohe Bodentemperaturen
– Bodenverdichtungen
– übermäßige Stickstoffgaben
– zu hoher pH-Wert
– wassergesättigte Böden (Staunässe)
– Tau, Schattenlagen, fehlende Luftzirkulation und Windstille


So beugst du Wurzelfäule effektiv vor

Eine direkte Bekämpfung ist schwierig – daher steht die Vorbeugung im Vordergrund:

– Bewässerung optimieren: besser morgens wässern statt abends
– Staunässe vermeiden und für gute Drainage sorgen
– Bodenverdichtungen durch Tiefenlockern oder Aerifizieren beseitigen
– auf eine gleichmäßige und ausgewogene Nährstoffversorgung achten
– Stickstoff nicht überdosieren
– Rasenfilz regelmäßig reduzieren (Vertikutieren, Aerifizieren oder Rasenbelüfter)
– pH-Wert regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf korrigieren
– den tatsächlichen Nährstoffbedarf idealerweise über eine Bodenanalyse ermitteln

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