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Anthracnose

Anthracnose ist ein typischer Schwächeparasit, der vor allem geschwächte Rasengräser befällt. Die Krankheit tritt überwiegend zwischen Frühjahr und Herbst auf.

Das Schadbild ist oft schwer zu erkennen, da es einem Trockenschaden zum Verwechseln ähnlich sieht und deshalb häufig nicht sofort als Pilzkrankheit identifiziert wird.


Woran erkennt man Anthracnose?

Typische Merkmale einer Anthracnose-Erkrankung sind:

  • unregelmäßige, teilweise bänderartige Flecken

  • gelbliche bis rotbraune Verfärbungen

  • der Rasen wird zunehmend lückig

  • besonders auffällig sind dornenartige, schwarze Auswüchse an den befallenen Halmen

Diese schwarzen Strukturen sind ein klares Unterscheidungsmerkmal zu reinem Trockenstress.


Befallsfördernde Faktoren

Folgende Bedingungen begünstigen das Auftreten von Anthracnose:

  • Nährstoffmangel

  • lang anhaltende Feuchtigkeit

  • zu häufige oder falsche Bewässerung

  • Stress, z. B. durch Tiefschnitt, Hitze, Kälte oder Klimastress

  • Bodenverdichtung und Staunässe

  • hohe Luftfeuchtigkeit

  • ausgeprägter Rasenfilz


Vorbeugende Maßnahmen

Um Anthracnose vorzubeugen oder den Krankheitsdruck zu reduzieren, empfehlen wir folgende Maßnahmen:

  • ausgewogene und gleichmäßige Nährstoffversorgung

  • Luftzufuhr im Boden verbessern (z. B. durch Aerifizieren)

  • Bewässerung optimieren und bevorzugt in den frühen Morgenstunden durchführen, damit der Rasen schnell abtrocknet

  • Tau regelmäßig vom Rasen entfernen

  • Rasenfilz reduzieren

  • Bodenverdichtungen beseitigen

  • bei sehr hohen Temperaturen ab ca. 27 °C die Rasennarbe gezielt mit kurzen Wassergaben kühlen

  • Schnitthöhe anheben, um zusätzlichen Stress zu vermeiden

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